Produktionsablauf unserer Brennholzherstellung

Die 8 Schritte - vom Baum zum fertigen Scheitholz.

1. Die Auswahl: Erfolgt durch den Förster. Durch seine jahrelange Ausbildung und Erfahrung entscheidet er, welche Bäume zur Fällung bestimmt sind. Der Forstbetrieb ist bestrebt, möglichst viel Holz für die Industrie, dem Baugewerbe usw. zu Erzeugen. Brennholz wird nur das Holz, welches aus bestimmten Gründen nicht für die Industrie usw. geeignet ist. Der Preis für Industrieholz ist ca. 50-300 % höher als für Brennholz erziehlt werden kann.

2. Der Baum wird gefällt: Früher wurde der Baum durch den Holzhauer von Hand gefällt, heute machen dies Maschinen (Harvester), diese schaffen mit einem Mann besetzt das vielfache der Holzmenge von mehreren Holzhauern. Durch den Einsatz von Maschinen wurde auch die Unfallgefahr für den Waldarbeiter erheblich verringert. Händisch werden heutzutage nur noch einzelne Bäume die in schwierigem Gelände sind gefällt.

3. Das Holzrücken: Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Holz zur Waldstraße zu schaffen. Die wohl schwerste und teuerste Art ist dies auf den Rücken aus dem Wald zu tragen. Leichter gehts mit dem Rückezug, ein extrem geländegängiges Monstrum, welches mit einem Kran ausgestattet die Bäumstämme auflädt und diese abtransportiert. Für ganz gebliebene Stämme kommt ein schwerer Traktor mit Seilwinde zum Einsatz, welcher selbst in schwierigsten Gelände noch in der Lage ist die Bäume zu bergen.

4. Der Transport: Den Abtransport von der Waldstraße übernimmt der Fuhrunternehmer, ausgestattet mit schwerem LKW und Ladekran kann er bis zu 50 Ster auf einmal kostengünstig zum Sägewerk, den Brennholzbetrieb usw. transportieren.

5. Die Verarbeitung: Am Brennholzbetrieb wird das Holz zuerst nach Durchmesser und Sorte sortiert und eingelagert. Danach auf den Schneidespalter zu Brennholz verarbeitet (max. Leistung je Std. 2 Ster). Dies kann natürlich auch per Hand erledigt werden, ist aber wesentlich anstrengender, außerdem fehlt die Leistung, obwohl der Mann/Frau schuftet wie ein Tier.

6. Das Trocknen: Egal, ob das Holz mit der Hand oder der Maschine bearbeitet wurde, es sollte danach gestapelt und getrocknet werden. Bei uns wird dies in den Trockenkammern erledigt. (max. Trocknungs-Kapazität 300 Ster je Woche). Darüber hinaus wird auch Luftgetrocknet oder Frisch verkauft. Vor der Auslieferung zum Kunden wird der Trocknungsschwund von bis zu 15 % nochmals aufgefüllt, damit die Menge immer stimmt.

7. Noch ein Transport: Nach all diesen Schritten zum fertigen, trockenem Brennholz ist nochmals ein Transport zum Kunden durchzuführen. Das Verladen der Paletten erfolgt mit Gabelstaplern, das Entladen machen unsere Fahrer mit einem elektr. Hubwagen oder mit einem Mitnahmestapler, je nachdem welches Gelände/Gebäude beim Kunden vorhanden ist.

8. Der letzte Schritt: Diesen Schritt liegt bereits bei Ihnen, im Falle, das wir die Paletten nicht an ihren Bestimmungsort abstellen können, haben Sie noch die Handarbeit vor sich, das trockene Holz in Ihr Lager zu schaffen, leider geht es beim Holz nicht immer ohne Handarbeit. Der wirklich letzte Schritt ist dann das verheizen und die wohlige Wärme zu geniessen.

Da bei der Herstellung von Brennholz immer auf irgend eine Art Handarbeit anfällt, heißt es wohl auch: "Brennholz heizt dreimal, beim Schlagen, beim Aufarbeiten und beim Verheizen."